Ecosphere 41/0-2

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Datenerhebung "Mobilität in Städten" geht in die nächste Runde
Haushaltsbefragung läuft noch bis Januar 2020

Stadt Mönchengladbach / Ecosphere 41/0-2 30.08.2019

Datenerhebung Mobilität Mit Beginn des neuen Schuljahres startet die nächste Runde der Haushaltsbefragung "Mobilität in Städten", die seit Februar von der TU Dresden durchgeführt wird. Die von der Stadt Mönchengladbach beauftragte Erhebung von Mobilitätskennzahlen liefert wichtige Erkenntnisse und Grunddaten für die örtliche und regionale Verkehrsplanung. Dabei geht es unter anderem darum, ob und mit welchen Verkehrsmitteln Kinder, Jugendliche und Erwachsene im Alltag unterwegs sind und welche Entfernungen sie dabei zurücklegen.

Die Adressen der ausgewählten Haushalte wurden per Zufallsverfahren aus dem Einwohnermelderegister gezogen. Die Stadtverwaltung Mönchengladbach und die TU Dresden bitten alle Teilnehmer, sich an der Befragung zu beteiligen. Die Befragung läuft noch bis Januar 2020. Vor Beginn der Sommerferien wurde bereits fast die Hälfte der erforderlichen Zahl von Haushalten befragt. Dieses sehr gute Zwischenergebnis soll nun weiter ausgebaut werden. Weiterführende Informationen gibt es unter tu-dresden.de/srv2018.

Für Rückfragen steht unter 0800-830 1 830 ein kostenloses Infotelefon zur Verfügung.

Zuletzt wurde 2010 eine Haushaltsbefragung zum Verkehrsverhalten durchgeführt. Damals wurden an 24 000 zufällig ausgewählte Haushalte Fragebögen versendet, in denen die Haushaltsmitglieder nach ihrem Mobilitätsverhalten, den zurückgelegten Wegen und den dafür verwendeten Verkehrsmitteln befragt wurden. Insgesamt wurden 10 418 auswertbare Fragebögen zurückgesendet. Die Auswertung erfolgte anonym. Dies entspricht einem sehr guten Rücklaufergebnis und bildete eine solide Datenbasis für weitere Planungen.

Ergebnisse der Auswertung von 2010: Die mobilen Mönchengladbacher legten durchschnittlich 3,6 Wege außer Haus zurück. Ein Weg gilt dabei als Strecke, die zum erreichen eines Zieles zurück gelegt wurde, wie etwa von zu Hause zur Arbeit, von der Arbeit zum Einkaufen und vom Einkaufen nach Hause. So ergeben sich durchschnittlich 3,0 Wege, die pro Tag von den Einwohnern zurückgelegt wurden. Insgesamt wurden von der Mönchengladbacher Bevölkerung rund 785 000 Wege pro Tag zurückgelegt.

Modal Split

So nahmen Mönchengladbachs BürgerInnen 2010 am Straßenverkehr teil:

Absolut im Vordergrund stand die Nutzung des eigenen Kraftfahrzeugs.

Hier belegte Mönchengladbach den Spitzenplatz im Vergleich mit ähnlichen Städten.

Der Fahrradverkehr spielte nur eine unbedeutende Rolle.

Die Statistiken unten zeigen, dass diese Situation als Ergebnis des Trends der letzten Jahre noch eindeutiger geworden war.

Bei der Zuordnung der Wege auf die dafür verwendeten Verkehrsmittel, die auch als Modal-Split bezeichnet wird, zeigte sich, dass in Mönchengladbach rund 62 Prozent aller Wege von Personen ab zehn Jahren mit dem so genannten Motorisierten Individualverkehr (MIV) - d. h. mit dem Kfz als Fahrer oder Mitfahrer - zurückgelegt wurden. 17 Prozent der Wege wurden mit den Verkehrsmitteln des Öffentlichen Personenverkehrs (ÖV) zurückgelegt, sechs Prozent mit dem Fahrrad und 15 Prozent zu Fuß. Verglichen mit deutschen Städten in ähnlicher Größe und Struktur zeigte sich, dass die Mönchengladbacher das Auto überdurchschnittlich oft als Verkehrsmittel benutzten. Verglichen mit deutschen Städten ähnlicher Größenordnung gab es keine Stadt, in der der MIV bzw. das Kfz als Verkehrsmittel ähnlich häufig verwendet wurde.

Modal Split-Städtevergleich

Modal-Split im Vergleich mit Städten entsprechender Größenordnung
(Quelle: EPOMM European Platform on Mobility Management)

(Grafik: Stadt Mönchengladbach Pressestelle Juni 2012)

Modal Split-Entwicklung

Im Vergleich der Ergebnisse der Haushaltsbefragung von 2010 und 1996 zeigte sich, dass die Nutzung des Kfz und des ÖV seit 1996 weiter zugenommen hatte. Die Wege, die zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurückgelegt wurden, hatten in den letzten 14 Jahren kontinuierlich abgenommen. Dieser Trend verlief entgegen den Entwicklungen in anderen mittelgroßen Kommunen in Deutschland.

(Grafik: Stadt Mönchengladbach Pressestelle Juni 2012)

     


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